Schweizerische Goldwäschervereinigung

Goldvorkommen in der Schweiz

Ein Ueberblick
Schweizerische Goldwäschervereinigung
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Gold kann in der Schweiz - wenn auch nur in sehr kleinen Mengen - an manchen Orten gefunden werden, wie aus der untenstehenden Karte ersichtlich ist. Klicken Sie auf eine gelb markierte Region in der Karte, um zur entsprechenden Fundstellenbeschreibung zu verzweigen:

In den nachfolgend beschriebenen Fundstellen hat man als Goldwäscher - ausgerüstet mit Goldwaschpfanne und Schaufel - gute Möglichkeiten, einige Goldflitter zu finden. Das Buch "Gold in der Schweiz" gibt einen detaillierteren Ueberblick in diese und weitere Fundstellen. Zusätzlich erfährt man dort auch Interessantes zur Geologie der Schweizer Goldvorkommen und zu den Techniken des Goldwaschens.

Flussgoldvorkommen (Seifen-/Alluvial-Gold)

Napfgebiet

Die Goldvorkommen am Napf sind wahrscheinlich die ältesten bekannten Goldvorkommen der Schweiz. Die Helvetier - das keltische Volk, das vor Christus auf dem Gebiet der heutigen Schweiz lebte - und die Römer suchten vermutlich schon nach Napfgold. Heute sind die Täler und Bächlein des Napfgebietes bei Goldwäschern sehr beliebt. Die unberührte, natürliche Landschaft und die Möglichkeit, sehr schnell ein oder zwei Goldflitter im Flusskies zu finden, machen den Napf zu einer perfekten Goldregion. Das Napfgebiet hat eine reiche Goldgeschichte. Mehr darüber in "Gold aus dem Schweizerischen Napfgebiet".

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Ostschweiz

In der Ostschweiz findet sich überall alluviales Gold. Das Gold in den Flüssen und Moränen der Kantone Appenzell, St. Gallen, Thurgau und Zürich war unbekannt, bis der Geologe Franz Hofmann aus Schaffhausen es in intensiven Felduntersuchungen zwischen 1965 und 1985 kartierte. Mittels vieler Probenahmen aus Flüssen und Kiesgruben entdeckte er die flächenmässig grosse Ausdehung der Ostschweizer Goldvorkommen. Bezüglich der Herkunft unterscheidet Hofmann in drei Typen:

  1. Eiszeitliche Gletscher, die die Ostschweiz komplett überdeckten, brachten goldhaltiges Material aus den Alpen (Rheingletscher).
  2. Riesige Deltas von Urflüssen aus dem Tertiär waren nicht nur für die Entstehung des Napfschuttfächers verantwortlich, sondern brachten auch Gold von der Zentral- in die Ostschweiz und sogar aus Oesterreich in die Ostschweiz.
  3. Schlussendlich führte die Erosion der Gletschermoränen durch neuzeitliche Flüsse und Bäche zu den heutigen Flussgoldvorkommen.

Lohnenswerte Goldfundstellen für Hobby-Goldwäscher sind der Rhein bei Schaffhausen, die Bäche um St. Gallen (Glatt, Sitter, Steinach, Goldach) und einige Flüsse im Kanton Zürich (Töss, Kemptnertobel).

Franz Hofmann hat auch das erste Mal darauf aufmerksam gemacht, dass es zwischen alten Sagen und Goldvorkommen durchaus einen Zusammenhang geben kann. Viele Schweizer Sagen erzählen von ungeahntem Goldreichtum. Hofmann sammelte solche Sagen und konnte nachweisen, dass einige ein kleines bisschen Wahrheit enthalten: An den beschriebenen Stellen liess sich manchmal tatsächlich Gold finden. Nur Zufall?

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Basel

Der Rhein zwischen Basel und Mainz (Deutschland) ist seit dem Mittelalter für sein Waschgold bekannt. Berufsmässige Goldwäscher lebten zwischen dem 14. und dem 19. Jahrhundert vom Rheingold in Frankreich und Deutschland. Für Goldwäschereien rund um Basel auf Schweizer Gebiet gibt es keine historischen Nachweise. Aber in den kleinen Bächen rund um die Stadt kommt Gold vor. Diese winzig kleinen Goldvorkommen sind auf Gletscherablagerungen während den Eiszeiten zurückzuführen.

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Westschweiz

Ueber die Westschweiz erstreckt sich - ähnlich wie die Ostschweiz - ein einziges, flächenmässig zusammenhängendes, alluviales Goldvorkommen. Wiederum stammt das Gold aus Gletscherablagerungen der Eiszeiten. Dieses mal ist der Rhonegletscher dafür verantwortlich, der Gold aus den primären Goldvorkommen (Berggold) des Kanton Wallis nach Genf und Fribourg transportierte.

Berggold kommt - neben den bekannten Goldminen von Salanfe und Gondo - in kleineren Vererzungen bei Verbier, Nendaz, Iserables, Naters, im Val d'Anniviers und im Binntal vor. In den 80er- und 90er-Jahren haben Geologen wie Nicolas Meisser aus Lausanne, Stephan Ansermez aus La Tour de Peilz und G. Della Valle aus Genf diese Fundstellen entdeckt und beschrieben.

Die Flussgoldvorkommen um die Stadt Genf sind - neben dem Napfgebiet - die bekanntesten Goldvorkommen der Schweiz. Geschichtlich wurden sie 1397 erstmals erwähnt, als ein Goldsucher bei der Stadt Genf für eine Konzession nachfragte. Viele Konzessionen wurden im 15. und 16. Jahrhundert vergeben. In den 30er-Jahren hat J.J. Pittard das Gold des Genferlands wissenschaftlich untersucht. Die bekanntesten Fundstellen sind:

Pittard gibt an, dass die Goldflitter von Genf zwischen 2 und 3 mm gross sind. Der Goldgehalt der Genfer Flüsse variert zwischen 0.1 bis 0.4 g/m3.

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Disentis und die Surselva

Die Gegend um Disentis, die Surselva, ist reich an Mineralien und Erzen. Das Goldvorkommen von Disentis ist seit 1672 bekannt, wurde aber nie als wichtig angesehen. 1982 schlug der Schweizer Geologe David Knopf der kanadischen Bergbaufirma Narex International Inc vor, Testbohrungen vorzunehmen, da ihn die Felsbeschaffenheit an den reichen Golddistrikt von Hemlo in Kanada erinnerte. Mit den Testbohrungen konnte eine goldführende Zone von 30 km2 entlang dem Vorderrhein lokalisiert werden. Die Goldgehalte betrugen zwischen 0,7 bis 3 g/t, jedoch wurde kein kommerzieller Abbau gestartet. Die Aktivitäten der Bergbaufirma zogen die Hobby-Goldwäscher an. Seither wurden einige aussergewöhnliche, für Schweizer Verhältnisse extrem grosse Goldnuggets gefunden.

Peter Bölsterli mit 123 g NuggetDas grösste Schweizer Goldnugget wurde 1997 von Peter Bölsterli bei Disentis gefunden (siehe Bild). Es wiegt 123 g. Vorher war ein 48.77 g schweres Nugget das grösste (August Brändle, 1996) sowie ein 20g-Nugget. Nuggets zwischen 1 und 10 g sind mehrere gefunden worden. Das Berggold von Disentis kommt entweder als nur mikroskopisch sichtbare Goldvererzungen im Schiefer oder als Freigoldvorkommen in Quarzadern - ganz selten kristallisiert - vor.

Im Herbst 2000 wurde im Somvixer Tal durch den Goldwäscher René Reichmuth ein Berggoldvorkommen entdeckt, das bisher als einzigartig in der Schweiz gilt. Der Fund umfasst ca. 15 Stufen verschiedener Grösse aus einer Quarzader, die insgesamt 1,0 bis 1,4 kg Gold enthalten.



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Berggoldvorkommen

"Switzerland is rich in poor mines" a famous Swiss geologist once stated. Gold was mined mainly in four locations in Switzerland which are descrived below. All of those mines are abandoned today. Galleries, shafts and ruins of the miners' buildings still remain and are an interesting cultural heritage of the Swiss gold history.

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Salanfe (Wallis)

Die goldhaltige Arsenopyrit-Lagerstätte des Mont Luisin bei Martigny (Wallis) wurde zwischen 904 und 1928 abgebaut. Die Mine ist hochgelegen (2157 m) und oft mit Schnee bedeckt.

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Gondo (Wallis)

Die Hauptabbauzeit in Gondo (Wallis) war zwischen 1890 und 1897. 73 Goldmünzen ("Goldvreneli") wurden aus diesem Gold geprägt. Das Gold von Gondo kommt als mikroskopisch kleine Einschlüsse im Pyrit des Monte Rosa-Granits vor.

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Astano (Tessin)

Gold kommt im Malcantone in Arsenpyrit-Erzen vor. Mehrere kleine Schurfe sind bekannt, die bis ins Mittelalter zurückgehen. Die Goldminen von Astano wurden zwischen 1937 und 1961 betrieben.

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Calanda (Kt. Graubünden)

Die Goldmine "Goldene Sonne" bei Felsberg am Calanda war zwischen 1809 und 1856 in Betrieb. Auch von hier wurden 70 Goldmünzen ("Bündner Dublonen") geprägt.

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