Was taugt die "BlueBowl"?

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Dieses Thema enthält 2 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von LuckyFriday LuckyFriday vor 1 Monat, 3 Wochen.

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    Thema
  • #4271
    LuckyFriday
    LuckyFriday
    Teilnehmer

    Kürzlich habe ich eine Blue Bowl erstanden, montiert und ausprobiert mit etwa 2 kg schwarzem Sand. Kurz: es ist brauchbar und meine anfänglichen Zweifel sind weitgehend ausgeräumt. Es ist nicht sehr schnell, aber auch nicht so langsam, wie aufgrund gewisser youtube-Demonstrationen befürchtet (wo ein Kaffelöffel voll Material 5 Minuten lang gefilmt wird….)

    Mein Modell kam ohne Zubehör (Kübel, Bassin, Bilgen-Pumpe, Schlauch, Schlauchverbingungen) ausser dem regelbaren Hahn.  Dazu musste ich zuerst ein“Vaterstück“ 3/4″  kaufen und vom Gewinde 2/3 absägen.  Erst dann konnte man es dicht einschrauben und den Wasserschlauch für die Pumpe anhängen.

    Das erste Batch war ziemlich homogener schwarzer Sand und fast keine kleinen Steinchen.  Das Kilo war in einer halben Stunde sauber getrennt, sodass man das Gold mit dem Sniffer aufsaugen konnte.

    Das zweite Batch war weniger homogen, mit vielen kleinen Steinchen (ca. 2 Esslöffel voll). Am Schluss blieben diese liegen und wollten kaum mehr „über die Klinge springen“.  Da war dann Pinsel und Lupe notwendig.

    Hinweise zum Gebrauch: man kann das System beschicken und dann beinahe sich selbst überlassen. Aber nicht ganz, ohne dass das Wasser überschwappt, nachdem der grösste Teil des schwarzen Sandes weg gespült ist.  Es scheint, dass der Reibungswiderstand dann abnimmt und sich das Wasser schneller zu drehen beginnt…Sehr wichtig für eine rasche und gute Trennung ist das Ausnivellieren der Schale, z.B. mit kleinen feinen Unterlage-Hölzchen. Das Material sollt sich nicht asymmetrisch um die Mitte herum anhäufen, ansonsten besser ausnivelliert werden muss.

    Es wäre auch ratsam, das Material zu klassifizieren, auf <2mm, ausser es sei bereits sehr homogen.

    Wer sehr grosse Mengen schwarzen Sand hat  (mehrere Kilogramm) wäre ev. mit einem Miller Table besser bedient. Wenn man eine geeignete Matte hat, wäre das eine recht einfache Selbstbau – Geschichte.

     

    Kostenpunkt Schale mit Regelventil und Füsschen: CHF 115.- Dazu noch Bilgenpumpe 750 GPH (was vollauf genügt), etwa 1 m Schlauch, Kübel, Becken, 3/4 “ Vaterstück zum Anschluss an das Regelventil.

     

    Viel Spass, und Gruss,

    Lucky

    "auri sacra fames' (die verdammte Gier nach Gold) Vergil, römischer Dichter

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  • #4275
    womack
    womack
    Teilnehmer

    Besten Dank, Lucky,  für den Testbericht. Womack

    Gold findet, wer die ausgetretenen Pfade verlässt. Womack

    #4282
    LuckyFriday
    LuckyFriday
    Teilnehmer

    Habe etwas vergessen: man soll ja ein nicht schäumendes Detergens dazu geben, damit die Oberflächenspannung des Wassers abnimmt und feines Gold (<mesh 100 etwa) nicht aufschwimmt.

    Vor kurzem in den USA konnte ich, allerdings ohne intensive Suche, kein „jet dry“ finden.  Ich habe anstelle einen Esslöffel Geschirrspüler-Pulver  zugegeben und das hat gut funktioniert. Es ist ebenfalls wie jet-dry ein   wenig schäumendes Detergens.

    Mesh 200-Gold blieb ganz „brav“ neben grösseren Flittern (>1 mm) am Boden hocken und konnte bequem abgesaugt werden.  Es bringt aber natürlich „nichts“  auf die Waage….

     

    Gruss,

    Lucky

    "auri sacra fames' (die verdammte Gier nach Gold) Vergil, römischer Dichter

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