Was taugt die "BlueBowl"?

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Dieses Thema enthält 15 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Schwendi Schwendi vor 3 Monate, 1 Woche.

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  • #4271
    LuckyFriday
    LuckyFriday
    Teilnehmer

    Kürzlich habe ich eine Blue Bowl erstanden, montiert und ausprobiert mit etwa 2 kg schwarzem Sand. Kurz: es ist brauchbar und meine anfänglichen Zweifel sind weitgehend ausgeräumt. Es ist nicht sehr schnell, aber auch nicht so langsam, wie aufgrund gewisser youtube-Demonstrationen befürchtet (wo ein Kaffelöffel voll Material 5 Minuten lang gefilmt wird….)

    Mein Modell kam ohne Zubehör (Kübel, Bassin, Bilgen-Pumpe, Schlauch, Schlauchverbingungen) ausser dem regelbaren Hahn.  Dazu musste ich zuerst ein“Vaterstück“ 3/4″  kaufen und vom Gewinde 2/3 absägen.  Erst dann konnte man es dicht einschrauben und den Wasserschlauch für die Pumpe anhängen.

    Das erste Batch war ziemlich homogener schwarzer Sand und fast keine kleinen Steinchen.  Das Kilo war in einer halben Stunde sauber getrennt, sodass man das Gold mit dem Sniffer aufsaugen konnte.

    Das zweite Batch war weniger homogen, mit vielen kleinen Steinchen (ca. 2 Esslöffel voll). Am Schluss blieben diese liegen und wollten kaum mehr „über die Klinge springen“.  Da war dann Pinsel und Lupe notwendig.

    Hinweise zum Gebrauch: man kann das System beschicken und dann beinahe sich selbst überlassen. Aber nicht ganz, ohne dass das Wasser überschwappt, nachdem der grösste Teil des schwarzen Sandes weg gespült ist.  Es scheint, dass der Reibungswiderstand dann abnimmt und sich das Wasser schneller zu drehen beginnt…Sehr wichtig für eine rasche und gute Trennung ist das Ausnivellieren der Schale, z.B. mit kleinen feinen Unterlage-Hölzchen. Das Material sollt sich nicht asymmetrisch um die Mitte herum anhäufen, ansonsten besser ausnivelliert werden muss.

    Es wäre auch ratsam, das Material zu klassifizieren, auf <2mm, ausser es sei bereits sehr homogen.

    Wer sehr grosse Mengen schwarzen Sand hat  (mehrere Kilogramm) wäre ev. mit einem Miller Table besser bedient. Wenn man eine geeignete Matte hat, wäre das eine recht einfache Selbstbau – Geschichte.

     

    Kostenpunkt Schale mit Regelventil und Füsschen: CHF 115.- Dazu noch Bilgenpumpe 750 GPH (was vollauf genügt), etwa 1 m Schlauch, Kübel, Becken, 3/4 “ Vaterstück zum Anschluss an das Regelventil.

     

    Viel Spass, und Gruss,

    Lucky

    "auri sacra fames' (die verdammte Gier nach Gold) Vergil, römischer Dichter

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  • #4275
    womack
    womack
    Teilnehmer

    Besten Dank, Lucky,  für den Testbericht. Womack

    Gold findet, wer die ausgetretenen Pfade verlässt. Womack

    #4282
    LuckyFriday
    LuckyFriday
    Teilnehmer

    Habe etwas vergessen: man soll ja ein nicht schäumendes Detergens dazu geben, damit die Oberflächenspannung des Wassers abnimmt und feines Gold (<mesh 100 etwa) nicht aufschwimmt.

    Vor kurzem in den USA konnte ich, allerdings ohne intensive Suche, kein „jet dry“ finden.  Ich habe anstelle einen Esslöffel Geschirrspüler-Pulver  zugegeben und das hat gut funktioniert. Es ist ebenfalls wie jet-dry ein   wenig schäumendes Detergens.

    Mesh 200-Gold blieb ganz „brav“ neben grösseren Flittern (>1 mm) am Boden hocken und konnte bequem abgesaugt werden.  Es bringt aber natürlich „nichts“  auf die Waage….

     

    Gruss,

    Lucky

    "auri sacra fames' (die verdammte Gier nach Gold) Vergil, römischer Dichter

    #4855
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    Moldi
    Teilnehmer

    Hallo Lucky

    Was hat den die  Blue Bowl  für einen Durchmesser und wie hoch ist der kegel? bin am überlegen das ich mir die baue.Besten dank für den Bericht!!! 

    Moldi

    #4868
    LuckyFriday
    LuckyFriday
    Teilnehmer

    Hallo Moldi,

    es ist die kommerzielle Blue Bowl.

    Hatte auch zuerst versucht, eine zu bauen, und das ging schlecht.  Vor allem sollte sie in einem Stück sein, sonst gibt es am Übergang Schwierigkeiten.

     

    Also ich rate eher ab, ausser die seiest ein geübter Bastler mit Polyäthylen und seiest dazu  gut eingerichtet…eine Heisstluftpistole genügt sicher nicht….

     

    Auch Verlangen kann ich das Ding schon ausmessen und hier posten.

     

    Gruss!

    Lucky

    "auri sacra fames' (die verdammte Gier nach Gold) Vergil, römischer Dichter

    #4870
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    Moldi
    Teilnehmer

    Hallo Lucky

     

    Danke für deinen Tipp! Wenn es so schlecht geht dann kauf ich lieber eine.Danke auch für das Angebot das du sie mir ausgemessen hättest!

     

    Gruß moldi  :good:

    #4874
    LuckyFriday
    LuckyFriday
    Teilnehmer

    Für die ganz grossen Mengen an Konzentrat: da scheint das Original „spiral wheel“ das effizienteste und kostengünstigste zu sein.

    Der nächste Schritt ist dann eine professionelle Einrichtung, wie Rütteltisch..

    "auri sacra fames' (die verdammte Gier nach Gold) Vergil, römischer Dichter

    #4875
    Schwendi
    Schwendi
    Teilnehmer

    Ja, das kann ich nur bestätigen. Die Blue Bowl ist eine interessante Sache und sie funktioniert. Aber extremst langsam. Ich habe sie jeweils nur verwendet, wenn ich Konzentrat mit ultrafeinem Gold habe, das ich mit der Pfanne gar nicht auswaschen kann. Und dann habe ich dieses Konzentrat vorverarbeitet (gesiebt, durch cleanupsluice), so dass ich am Schluss nur noch ein paar Esslöffel mit der Bluebowl verabeiten musste. Für Kesselweise Konzentrat ist die Blue Bowl nicht geeignet. Da gibt es einige bessere Alternativen.

    #4876
    LuckyFriday
    LuckyFriday
    Teilnehmer

    Völlig einverstanden. Aber wer hat unter den Hobby-Goldwäschern schon kiloweise Konzentrat?   Schön wärs…. :yes:    Wenn man aber mehr als 2-3 Pfannen Konzentrat hat,  ist die „blue bowl“ wohl schneller als die Auswaschpfanne.  Wenn man das Becken mit Wasser gefüllt stehen lassen kann, auf jeden Fall.

    Wirklich wichtig ist es, die Schüssel mit der Wasserwaage genau auszunivellieren.   Dazu braucht man nicht die teure Luxusversion der B.B. mit Nivellierschrauben, sondern Unterlage-Hölzchen dienen genau so gut.  Um Zeit zu sparen, würde ich wie Schwendi vorsieben. Das System trennt natürlich nicht nur Feinst-Gold, sondern alles Waschgold.

    Es dauert ein kurze Weile, bis die Wassermasse und das Gold/Sand – Gemisch in Bewegung ist.  Dann muss man meist etwas zurückregulieren, sonst schwappt das Wasser aussen über!  Danach kann man es gut allein lassen.  Gold kann nicht verloren gehen, höchstens eine Sauerei in der Garage könnte entstehen :wacko:

    Für meine Zwecke bin ich gut zufrieden. Die vollständige Einrichtung (wie oft in den USA verkauft) mit Becken, Nivellierfüsschen  etc. wäre mir zu teuer gewesen.

     

    Grüsse, Lucky

    "auri sacra fames' (die verdammte Gier nach Gold) Vergil, römischer Dichter

    #4877
    Schwendi
    Schwendi
    Teilnehmer

    Hallo Lucky,

    da gibts einige Hobbygoldwäscher mit kiloweise Konzentrat. Ich z.B. habe eine zeitlang in einem Fluss mit ultrafeinen, aber vielen Flittern geschaufelt und jeweils das Konzentrat zu Hause gesammelt. Das war dann jeweils tatsächlich kiloweise Konzentrat bei der Feinwäsche. Gold hat’s nicht viel gegeben, aber Freude hat’s trotzdem gemacht.

    Gruss

    Schwendi

     

    #4878
    LuckyFriday
    LuckyFriday
    Teilnehmer

    Hallo Schwendi,

    Die „kiloschweren“ GW müssten dann fast ein spiral wheel zusammen kaufen…keine Ahnung, wie sich das mit ultrafeinem (unter mesh 200)  Gold benimmt, aber vielleicht kann man es langsamer laufen lassen.

    In Kalifornien habe ich einen Hersteller von  (patentierten) Spezialmatten für ultrafeines Gold getroffen.  Der lebt in Oregon, wo es „beach placer“ gibt.  Die sind ultrafein.  Er ging auch schon nach Alaska auf den Claim eines Freundes und hat dort in 2 Wochen etwa 6 Unzen ultrafeines Gold mit seiner in einen Highbanker eingebauten Gummimatte herausgezogen, ebenfalls „beach placer“.

    Ultrafeines Gold ist nicht zu verachten, wenn man es findet UND es herausholen kann!

    Im Napfgebiet gibt es ebenso ultrafeines Gold, wie man leicht nachweisen kann, wenn man hinter seine Schleuse eine zweite setzt, und das Konzentrat der 2. Schleuse mit einer guten Lupe analysiert.  Hatte ich im alten (zweitältesten) Forum beschrieben.

    Gruss!

    Lucky

     

     

    "auri sacra fames' (die verdammte Gier nach Gold) Vergil, römischer Dichter

    #4879
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    Moldi
    Teilnehmer

    Hallo zamme

    Hab mir das Teil bestell und gleich mal ausprobiert!  :good:

    #4880
    Avatar
    Moldi
    Teilnehmer

    Bild war zu groß

    #4882
    Avatar
    Moldi
    Teilnehmer

    Als erstes hab i un gesiebtes Material genommen , zum probieren und auf 10Minuten , was total schief ging.

    Beim zweiten Durchgang hab ich gesiebt und 2,5Stund schön langsam laufen lassen .läuft super .

    #4884
    Avatar
    Moldi
    Teilnehmer

    <p style=“text-align: left;“>Mir ist allerdings aufgefallen,  das das ganzganz eine Gold mir entkommen is .Macht es Sinn es noch mal feiner zu sieben und ein weiteres mal durch die BlueBowl </p>
    Schicken? Dann würde ich alles unter 1mm noch einmal auf 2bis drei großen trennen .Oder fehlt es mir noch an Übung?

    #4886
    Schwendi
    Schwendi
    Teilnehmer

    Hallo Moldi,

    ja, das sieben hilft ungemein. Bei der Bluebowl kann man mit der Wasserströmung einstellen, wie schwer die Partikel sind, die rausgespült werden. Wenn es jetzt grösser Schweremineralpartikel als die Goldflitter hat, bringt man es nicht so gut auseinander. Wobei es bei mir mit den natürlichen Schweremineralpartikel eigentlich gut klappte, am meisten Probleme hatte ich mit ganz feinen Bleipartikeln. Die konnte ich fast nicht vom Gold trennen. Wenn man aber siebt, d.h. wenn die Bleipartikel nicht grösser sind als das Gold, kann man es einigermassen trennen.

    Lucky: Mit Spiral wheels habe ich leider keine Erfahrung, wäre aber schon noch interessant, wie die mit sehr feinem Gold funktionieren. Ich meine, mal gelesen zu haben, dass das Spiral Wheel vorallem mit körnigem Gold gut funktioniert. Auch noch ein spannendes Konzept für feines Gold finde ich den sogenannten Miller Table. Wobei das sicher auch langsam ist…

    Zum glück gibts auch gröberes Gold :)

    Gut Gold an alle

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